Freitag, 23. Oktober 2015

Runa - Vera Buck ★★★★☆


~Infos~
  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Limes Verlag (24. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809026522
  • ISBN-13: 978-3809026525
  • Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 4,8 x 22,1 cm
~Klappentext~

"AN KAM NICHT HER, UM ZU GENESEN,
SONDERN UM ZU STERBEN"

Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpetriere-
Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen
Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher
aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die
Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die
Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen
Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein schweizer Medizin-
student, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel
zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster
Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin
fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften
in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst
aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris
dunkelstes Geheimnis...


~Erster Satz~

Marguerite Desens hatte im hofeigenen Stall ihre Unschuld, ihr Kind und ihr Leben verloren.


~Meine Meinung~

Schon von Weitem fiel mir das auffällige Cover dieseses Buches ins Auge, als ich so durch die Gänge der Frankfurter Buchmesse lief. Nachdem ich es in der Hand hielt und der Klappentext mir ebenfalls zusagte, war klar, dass ich es lesen musste. Ohne viele Erwartungen begann ich einige Tage später damit es zu lesen. Das Buch besteht aus sechs Teilen, die jeweils nochmal in kleinere oder größere Abschnitte unterteilt sind, je nach Situation der Person, um die es gerade geht. Es war teilweise etwas verwirrend für mich, da ich manchmal nicht sofort wusste, um welchen der jungen Männer es jetzt gerade in dem Abschnitt geht. Doch am Ende habe ich doch den Durchblick behalten und das Puzzle, das sich Teilchen um Teilchen weiter zusammengesetzt hat, ergab ein ganzes Bild. Was mich ein bisschen gestört hat, waren die französischen Namen und Textzeilen, die ich nicht auszusprechen wusste, bzw. nicht übersetzen konnte. Interessant fand ich, dass ich irgendwann in der zweiten Hälfte des Buches auf die Idee kam, nach den Namen der Charaktere zu googlen. Und siehe da, es gibt bzw. gab sie tatsächlich. Am Ende des Buches gibt es eine Anmerkung der Autorin dazu, dass sie vieles dazu erfunden hat und die Lücken, die in der Recherchearbeit offen blieben mit ihrer eigenen Fantasie gefüllt hat. Dennoch macht es mir den Eindruck, als wäre die Recherchearbeit gut gewesen. Um so mehr beängstigt mich die Vorstellung, dass tatsächlich früher Operationen stattgefunden haben, von denen man vorher nicht wusste, wo sie hinführen würden. Aber irgendwoher müssen die Erkenntnisse der heutigen Medizin ja kommen. Auch die Beschreibung der Behandlungsmethoden der damaligen Zeit sind furchtbar. Man kann sich tatsächlich vorstellen, dass die Menschen damals so getickt haben. Und da ich Bücher mag, die mich zum Nachdenken anregen, gefällt mir dieses Buch sehr gut. Durchgelesen hatte ich es innerhalb von zwei Tagen, was ebenfalls für das Buch spricht. ;)

Keine Kommentare:

Kommentar posten